6. Oktober 2012

Stagnation, Frustration und ein Funke Selbstvertrauen

Habe lange nichts von mir hören lassen. Das liegt an unterschiedlichen Gründen. Zum einen ist die Arbeit mit meinen Testleser anders verlaufen, als ich es mir erhofft hatte. Aktueller Stand ist, dass ich alleine weitermache. Der, der mir zuletzt geholfen hat (bzw. eigentlich noch hilft, aber zeitlich eingeschränkt ist), hat sehr, sehr gute Arbeit geleistet und ich werde ihn später mit Ausrufezeichen dankend erwähnen. Und die anderen ... lassen wir das. Ich muss auch zugeben, dass die Arbeit an diesem gewaltigen Manuskript wirklich motiviert sein muss. Ich kann es meinen Testleser nicht verübeln, dass sie nicht durchgehalten haben.
Ich werde den Rest jetzt alleine machen und hoffe, dieses Jahr noch fertig zu werden. Schade, dass der Titel "Die unendliche Geschichte" schon vergeben ist :)
Zweitens arbeite ich nebenbei noch an einem Texturenpaket für das Spiel Minecraft, was sehr viel Zeit fordert, meine Kreativität aber noch auf einer anderen Seite fördert. Das tut gut.

Dennoch bin ich ein bisschen frustriert, weil ich nach den ganzen Jahren immer noch an diesem vermalledeiten Buch herumdoktor. Vermalledeit bezieht sich nicht auf die Geschichte, denn ich liebe sie und möchte sie unbedingt allen zeigen, aber die Arbeit ist schier unglaublich.
Zwischenzeitlich habe ich noch ein paar Kurzgeschichten ins Land geschickt, von denen ich nichts höre, die Veröffentlichung von "Der die Träume bringt" im Sphera-Verlag scheint auch dahin, da sich bei dem Verlag aus privaten Gründen nichts zu tun scheint. Schade.
Kurz gesagt: Mit meiner Schreiberei geht es nicht weiter. Im Moment schreibe ich nichts und merke, wenn ich es versuche, dass die Übung fehlt. Ich befinde mich in einem kreativen Loch, aus dem ich hoffentlich bald wieder herauskomme.

Was gibt mir Selbstvertrauen? Die Veröffentlichungen anderer Autoren. Ich habe mir einen Kindle zugelegt und lese nun fleißig auch Texte unbekannter Autoren. Dabei ist vieles, das ich so nicht veröffentlichen würde. Aber auch diese Texte finden ihre Abnehmer. Und so schlecht ist mein "Kolossia" gar nicht. Natürlich gibt es hier und da holprige Stellen und Begebenheiten, die vielleicht etwas mehr hätten herausgearbeitet werden können, aber alles in allem ist die Story gigantisch (wenn ich das mal von meinem eigenen Text sagen darf).
Zwischenzeitlich habe ich viele Romane gelesen und zweifle daran, dass mein Buch offiziell bei einer Agentur oder einem Verlag unterkommt, denn im Vergleich zu aktuellen Romanen ist meine Geschichte einfach zu sehr ... Anfänger. Oder sind das nur die üblichen Selbstzweifel?
Dennoch schiele ich auf den Ebook-Markt. Sollte ich das Buch als Ebook für 3,99 rausbringen? Die Vorstellung habe ich im Moment. Ja, der Preis ist definitiv zu wenig für die jahrelange Arbeit, aber wer kauft einen solchen Schinken von einem unbekannten Autor für über zehn Euro? Ich würde es nicht tun.
Aber so weit bin ich noch nicht. Wenn das Manuskript fertig überarbeitet ist, versuche ich es erst auf dem klassischen Weg und hoffe, damit Erfolg zu haben.

Drückt mir die Daumen :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen